Die Natur hat immer Recht
Unabhängigkeit und Vielfalt vermitteln, um im Einklang mit der Natur
gesund leben zu können - Das sind unsere Ziele

Theoretisches Hintergrundwissen und vor allem Erfahrung bei der praktischen Umsetzung sind die Grundlagen jeder permakulturellen Gestaltung. Alle Referenten bringen langjährige und fundierte Kenntnisse zur lösungsorientierten ökologischen Verwirklichung von Lebensräumen und sozialen Lebenssystemen mit. Kontinuierlich arbeiten sie hauptberuflich an eigenen Projekten im In- und Ausland.
Christoff Schneider
Bevor Christoff Scheider mit der Permakultur in Berührung kam, hatte er das Privileg, bei einem peruanischen Palero (Baumschamane) eine Ausbildung in Heilpflanzenkunde zu beginnen. Seinen beruflichen Werdegang begann er als Hotelfachmann und Pilot, vor fast zehn Jahren belegte er ein Studium zum Heilpraktiker mit Schwerpunkt Homöopathie. Von den Möglichkeiten des holistischen Gestaltungsansatzes der Permakultur überzeugt, begleitete er einen der einflussreichsten Vordenker der permanenten Agrikultur, Joe Polaischer, für einige Monate bei seiner Arbeit auf der Rainbow Valley-Farm in Neuseeland und erhielt dort sein Permakultur-Zertifikat. Ihn begleitete er auch 2008 auf einer Veranstaltungs- und Vortragsreihe durch Österreich, Italien und Neuseeland. Weitere praktische und theoretische Tätigkeit u.a. mit David Holmgren und Geoff Lawton folgen. Durch die Zertifizierung des Permakultur-Gründers, Bill Mollison, ist er einer der ersten offiziell tätigen Ausbilder weltweit.
Uraltes kulturelles Wissen waren für Christoff seit jeher essenzielle Grundlage der Permakultur. Aus diesem Grund lehrt er das traditionelle Mähen mit der Handsense oder den natürlichen Umgang mit Pferden, das so genannte "Pferdeflüstern". Vorträge zum Thema Permakultur hält er unter anderem an der Universität für Bodenkultur in Wien und Gars am Kamp oder "exportiert" das Sensenmähen in mehrtägigen Seminaren ins Ausland.
Im Herbst 2010 führte er zusammen mit Bernhard Gruber im Kibosho Distrikt in Tansania einen zweiwöchigen Permakultur-Designkurs durch. Dieser Kurs, der zum großen Teil aus privaten Mitteln oder Spendengeldern finanziert und in englischer Sprache durchgeführt wurde, ermöglichte über 20 Teilnehmern aus unterschiedlichen afrikanischen Staaten, kostenlos das permakulturelle Potenzial der Hilfe zur Selbsthilfe kennen zu lernen. Insbesondere ging es darum, den Teilnehmern die Hochgärten der Chagga zu erläutern, die seit Jahrtausenden ein produktives System der nachhaltigen Nahrungsmittelgewinnung darstellen und heute immer mehr durch Monokulturen verdrängt werden.
Seinen Lebensunterhalt verdient er sich mit der Leitung von Permakultur-Zertifikatskursen, der Durchführung von Überlebenstrainings und Seminaren zum Thema ökologisches Bauen, als Pilot oder mit Vorträgen über alternative Nahrungsmittelproduktion und Tierhaltung. Seine gestalterische Praxis setzt Christoff, neben Projekten im In- und Ausland, auf seinem Grundstück in Niederösterreich um. Er lebt auf 900 Metern Höhe inmitten des Naturparks "Hohe Wand". Der Hof teilt sich in Wald, Streuobstwiese und Weide auf und wurde zum Teil bereits zum biodynamischen Selbstversorger-Hof umgestellt. Massnahmen hierbei sind die Einrichtung einer Photovoltaikanlage, der Aufbau eines Glashauses zur Anzucht von Jungpflanzen sowie der passiven Beheizung des Wohnhauses oder das Anlegen von Biotopen zur Erhaltung der Artenvielfalt. Besonderen Wert legt er auf die schonende Verwendung von Ressourcen, indem die Kreisläufe Wasser, Nahrung und Energie geschlossen werden.
Gastreferenten
Es werden mehrere Gastreferenten zu verschiedenen Themen vortragen. Das werden selbstverständlich Menschen sein, die zu umgesetzten Projekten praxisorientiert referieren werden. Bis heute dürfen wir folgende Gäste begrüßen:
- Christine Aigner zur Kräuterheilkunde und -bestimmung
- Hubert Jaksch zu traditionellem Wissen über das Sähen, Pflegen, Ernten und der richtigen Bodenbeschaffenheit
Die Namen und Themen werden in den nächsten Monaten weiter aktualisiert.