Permakultur, eine Herzenssache!

Wir haben gelacht, diskutiert, gefeiert und gelernt. Unser Herz war immer mit dabei

Teilnehmer Juni 2011

Nach zwei Wochen intensivem Theorie- und Praxisunterricht heißt es auf Gut Lamplstätt Abschied nehmen. Viele lange Umarmungen sind zu sehen, die ein oder andere Träne fließt und das Versprechen, sich nächstes Jahr zur selben Zeit hier wieder zu treffen, wird gegeben.

"Viel war es und manchmal auch anstrengend" hört man hier und da, "aber auch notwendig und unglaublich bereichernd!". Es hat sich in jeder Hinsicht gelohnt. Bernhard, Christoff und Carsten sagen "Danke" für diese unvergessliche Zeit.

In diesen Tagen haben alle eine Alternative erlebt, wie das Leben mit und auf unserer Mutter Erde in Zukunft aussehen kann. Nicht nur was die Nachhaltigkeit bei der Energiegewinnung, der giftfreien Nahrungsherstellung oder dem biologischen Bauen angeht, sondern wir haben alle auch viel über Gemeinschaftsbildung gelernt.

Viele Ideen und Impulse für Projekte sind entstanden, die nun darauf warten, dass sie ins Leben gebracht werden. Folgende Bilder und Beschreibungen sind eine Auswahl aus dem Praxisteil. Sie sollen dir einen kleinen Eindruck vermitteln, wie die Stimmung war und was wir alles geschafft haben.

Bau einer Kräuterspirale

Kräuterspiralen erfreuen sich großer Beliebtheit. So war auch während unseres Kurses die Freude groß als es hieß, wir bauen eine solche. Auf wenig Raum kann man Kräuter mit verschiedensten Standortansprüchen zusammen pflanzen.

So finden mediterrane Kräuter wie Rosmarin und Lavendel, die eine Vorliebe für trockene und nährstoffarme Böden haben, ebenso einen Platz wie die heimische Pfefferminze, die es feucht und nährstoffreich liebt.

Alle haben mitgeholfen, dass unser ambitioniertes Projekt nun bald in voller Pracht Kräuter für die Küche in Lamplstätt liefert. Eine Kräuterspirale kann ohne größeren Aufwand in jedem Garten angelegt werden.

Unglaublich was durch diesen Kurs nun überall da draußen entsteht.

Lukas Uhl

Bau eines Brotbackofens

Seit ungefähr 10.000 Jahren baut der Mensch Getreide an und seit circa 6.000 Jahren backt er damit Brot. Immer mehr Selbstversorger bevorzugen wieder Brot aus dem eigenen Backofen. So darf auch der Bau eines Brotbackofens in unserem Permakultur-Seminar nicht fehlen.

Alles was wir benötigen, ist vor Ort, wird mit wenig Aufwand besorgt oder gebaut: Ein Fundament aus Beton, ein Stapel alter Ziegel, einige Schubkarren Lehm und Sand, etwas Stroh und viele fleißige Hände. Doch vor allem Füße, die die Rohmasse kneten.

An einem ganzen Tag mischen, zerkleinern, kneten, schichten und formen wir die Lehm-Sand-Stroh Mischung, bis der Brotbackofen am späten Abend in seiner Rohform fertig ist. Nun muss er nur noch trocknen und mit einem Holzdach versehen werden. Damit ist er fertig für die erste Ladung Brotteig.

Der von uns gebaute Ofen beruht auf einem uralten Prinzip. Ein einfaches Stein-oder Lehmgewölbe wird durch ein Holzfeuer erhitzt und strahlt, nachdem die Restglut entfernt wurde, seine gespeicherte Wärme auf das Backgut ab.

Vorteile dieses Ofenprinzips bestehen in seiner einfachen Bauweise und im besonderen Geschmack des Brotes. Trotz aller Anstrengungen beim Kneten und Schichten war alles ein einzigartiges Erlebnis.

Wir müssen wach werden und unseren Traum so umgestalten, dass die Erde wieder ein Paradies wird.

Elisabeth Schmuck

Kräuterwanderung und -zubereitung

"Dagegen ist ein Kraut gewachsen…" Die Geschichte der Heilpflanzen ist eine sehr alte. Bereits in der Antike war die gesundheitsfördernde Wirkung von Kräutern vielen Menschen bekannt. Hippokrates befasste sich bereits 5000 Jahre vor Christus mit der Heilkräuterkunde.

Sebastian Kneipp oder Hildegard von Bingen trugen dazu bei, dass die Klostermedizin in Europa fünf Jahrhunderte lang zum Träger der medizinischen Versorgung wurde. Die Heilungserfolge des Paracelsus waren legendär. Leider ist heute viel von diesem Wissen verloren gegangen.

Ein wesentlicher Bestandteil unserer Permakultur-Kurse dient dem Kennenlernen von traditionellem und nachhaltigem Wissen für eine neue Zeit.

Mit Christine Aigner gehen wir auf Kräuterwanderung. Sie lebt und arbeitet auf einem Bauernhof in Niederbayern, umgeben von weiten Wiesen und plätschernden Bachläufen voller Kräuter. Das umfangreiche Wissen und die tiefe Verbindung zu den Pflanzen beeindruckt uns sehr.

Eine lange Wanderung über die Hügel und durch die Täler von Gut Lamplstätt lässt uns Heil- und Wildkräuter kennen lernen, die manchem von uns noch nie bewusst über den Weg gekommen sind. Wir hören und staunen und freuen uns auf die spätere Zubereitung der gesammelten Köstlichkeiten. Was für ein Genuss!

Die Natur gibt uns das Beste, was sie zu geben hat, wenn wir es ihr erlauben.

Ariella Kohlhase

Exkursion zum "Lebensfeld Jaksch"

Kurz vor unserer Ankunft hatte ein heftiges Unwetter alle Felder des Biohofes von Hubert Jaksch verwüstet. Totalverlust, wie man in der Landwirtschaft sagt. Von Resignation ist bei Hubert nichts zu spüren. Ganz im Gegenteil, er sieht das als Chance. So kann wieder etwas neues daraus entsteht. Wir freuen uns für ihn und das Gefühl der Solidarität kommt auf.

Während des Vortrags lernen wir etwas über traditionelles Sähen, Ernten oder Lagern. Wir erfahren, was die ideale Bodenbeschaffenheit ist und zu welcher Zeit das Gemüse geerntet wird, damit es seine Vitamine länger behält. Weshalb er insbesondere mit Hügelbeeten und Terra Preta arbeitet, erklärt uns Hubert direkt auf dem Feld.

Danach erläutert er uns, wie sein "Gemüsefeld" funktioniert. Hier stellt er ca. 80 Familien aus der Stadt seinen Acker zur Verfügung, um unter seiner Anleitung eigenes Gemüse anzubauen. Von ihm erfahren sie auch, welches Gemüse wie zubereitet und wann gegessen der eigenen Gesundheit und dem Wohlbefinden am zuträglichsten ist.

Auf Hubert's Hof stehen nicht nur die Lebensmittel im Vordergrund, sondern auch der harmonische Umgang mit der Natur. Davon profitieren Menschen, Tiere und das Pflanzenreich gleichermaßen, denn hier wurde ein natürlicher Lebensraum für alle geschaffen. Ganz im Sinne der Permakultur.

Das Leben ist so einfach, wenn wir uns an die Naturgesetzte halten.

Hubert Jaksch

Wir freuen uns sehr, wenn du Interesse hast, im nächsten Jahr mit dabei zu sein. Solltest du noch Fragen zum Kurs haben, bitte schreib mir ein Email unter carsten[AT]seventh-generation[DOT]de

Gerne beantworte ich dir deine Fragen auch persönlich unter Telefon +49 (0) 176 32 41 7200

Anmeldung

Hiermit melde ich mich verbindlich für das folgende Seminar an:

Permakultur-Kurs auf Gut Lamplstätt, Soyen

Datum: 16. bis 30. Juni 2012

13 Tage Seminar mit vegetarischer Vollpension* im

Preiskategorie a: eigenen Zelt für € 1.145
Preiskategorie b: Gruppenraum für € 1.245
Preiskategorie c: Doppelzimmer für € 1.485
Preiskategorie d: Einzelzimmer für € 1.795

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