Papst verurteilt Raubbau an der Natur

2014-Jul-22   ::   0 Kommentare

Papst Franziskus
Papst Franziskus

Manuela und Carsten Essig vertreten keine explizite Glaubensrichtung, unser Ziel ist der Schutz und der Respekt vor unserer Erde. Wir begrüßen deshalb umso mehr, dass endlich ein Oberhaupt der katholischen Kirche die Umwelt mit in seine Prioritäten-Liste aufnimmt und Umweltzerstörung als Sünde anprangert.

Papst Franziskus hat vor zwei Wochen in einer Rede an der Universität Molise im Süden Italiens den Raubbau an der Natur verurteilt. Vor allem die Rodung von Wäldern zur Landgewinnung ist dem Oberhaupt der katholischen Kirche ein Dorn im Auge, wie die US-Plattform RTCC berichtet.

"Das ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit: auf eine Entwicklung umzuschalten, die der Schöpfung Respekt zollt", sagte Franziskus. Er beklagte die weiträumige Abholzung von Wäldern, auch in seiner Heimat Argentinien. In Argentinien sind nach Berichten der UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft FAO zwischen 1980 und 2000 rund 16 Millionen Hektar Wald verloren gegangen.

Vertreter aller Religionen haben mittlerweile angedeutet, dass sie sich in den Dienst des Klimaschutzes stellen wollen. So soll am 21. und 22. September, zwei Tage vor dem Gipfeltreffen von UN-Generalsekretär Ban Ki-moon, ein religionsübergreifendes Treffen in New York stattfinden. Dazu ruft das World Council of Churches (WCC) auf, eine Koalition, der 345 christliche Kirchen in Europa, Amerika, Asien, der Karibik, Lateinamerika, dem Nahen Osten und der Pazifikregion angehören.

30 Teilnehmer - Christen, Juden, Muslime, Hindus, Buddhisten, Naturvölker und andere - wollen zusammenkommen, um Politiker zu größeren Anstrengungen beim Klimaschutz anzuregen. WCC-Mitglieder hoffen auch auf Gehör bei der nächsten Klimakonferenz in Lima und 2015 in Paris, wo ein neues Klimaschutzabkommen unterzeichnet werden soll.

Ausserdem ist Papst Franziskus laut eines Sprechers des Vatikans dabei, den Text einer Umwelt-Enzyklika abzuschließen, was ebenfalls einmalig ist.

Schon zu Beginn seiner Amtszeit als Papst sprach er in seiner Antrittsrede davon, dass wir alle wieder zu „Hütern“ der Schöpfung werden sollten.

Wir finden es wundervoll, dass dieser Papst sich so zeitgemäss dringlichsten Themen widmet und damit Millionen gläubige Menschen zum achtsamen Umgang mit unserer Umwelt anhält. Danke!

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